Thiocyanat gegen Haarausfall 3.2/5 (5)

Ihr Werbeplatz! >>Infos hier Anfordern.

 

cobaltii-thiocyanat

 

Als Thiocyanate werden die Salze und die Ester der unbeständigen Thiocyansäure (Rhodanwasserstoffsäure) bezeichnet. Gepriesen wird Thiocyanat als neue Hoffnung gegen den Haarausfall.

Tatsächlich wurde der Stoff schon vor 30 Jahren von Prof. Axel Kramer an der Universität Greifswald erforscht. Es handelt sich um ein Molekül, das mit der Nahrung aufgenommen, aber auch vom Körper selbst durch Stoffwechselprozesse gebildet wird. 60% des Thiocyanats nimmt der Mensch über die Nahrung auf und 40% bildet er selbst. Nur durch diese Kombination lässt sich der Spiegel gleichmässig aufrechterhalten.

Thiocyanat ist eine chemische Verbindung von Blausäure und Schwefel.

Wirkungsweise:

Lange Zeit galt Thiocyanat nur als Entgiftungsprodukt von Cyanid ohne eigene physiologische bzw. biochemische Bedeutung. Erst jüngere Forschung fand jedoch heraus, dass bspw. die Wundheilung durch den Stoff stimuliert wird, da Stoffwechsel- und Transportvorgänge in den Zellen positiv beeinflusst werden.  Interessanterweise werden auch bei Pflanzen die vegetative Entwicklung gefördert und der Ertrag und die Resistenz gegen Mikroorganismen gefördert. Bei Pflanzen wurde auch eine Schutzwirkung bei toxischer Belastung nachgewiesen.

Das körpereigene Molekül Thiocyanat kann also die Haarwurzel aktivieren und stärken, wodurch sie weniger anfällig für störende Einflüsse wird. Zudem werden die Haarregeneration hemmende Radikale entgiftet.

Thiocyanat wirkt regulierend und da es sich um einen natürlichen Baustein des Körpers handelt, sind relevante Nebenwirkungen und auch unerwünschte Wechselwirkungen nicht zu befürchten.
Thiocyanat kann äußerlich angewendet werden – als Haarwasser oder Tinktur. Es findet sich aber auch ->

Thiocyanat in der Nahrung:
Speziell in Milch, Getreide, Obst und Gemüse sind größere Mengen Thiocyanat enthalten. Mit dem Rauchen zugeführtes Cyanid wird ebenfalls zu Thiocyanat entgiftet. Raucher haben also auch erhöhte Mengen im Blut.

 

Siehe auch:

Ein großes Glas Milch pro Tag gegen den Haarausfall (1 Haarschutz-Punkt)

Buttermilch gegen Haarausfall (2 Haarschutz-Punkte)

Know-How: Optimale Ernährung bei Haarausfall

Unser Ratschlag ist, mindestens zwei innerliche, zwei äußerliche Maßnahmen und eine Übung aus dem Katalog bei „tipps-haarausfall“ miteinander zu kombinieren. Wir haben die einzelnen Tipps zudem nach einem Punktesystem bewertet. Wer Ratschläge befolgt, kann Tag für Tag etwas auf seinem Punktekonto gutschreiben. Schon bei einer Punktzahl von 10 kann man das gute Gefühl haben, einiges für den Erhalt und Schutz seiner Haare getan zu haben.

Bild: von Oguenther (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

Meinungen:

„…Da die Mechanismen in der Krankheitsentstehung bei den beiden Erkrankungen völlig unterschiedlich sind, ist es nicht schlüssig, dass das Mittel gegen beides helfen sollte. Es gibt Veröffentlichungen zur Nahrungsergänzung bei Tieren (Schaf, Meerschweinchen) mit Thiocyanat, zur lokalen Anwendung habe ich nichts gefunden…“

„… Vor allem junge Männer stellen Verbesserungen bei sich fest, was auch daran liegt, dass Thiocyn nur dann funktioniert, wenn noch Haare da sind. Auf einer Platte kann auch dieses Serum keine volle Haarpracht mehr zaubern….“

„…Vorab möchte ich betonen, dass ich absolut begeistert bin. Das Serum hält was es verspricht. Mein Haar wurde deutlich voller und griffiger. Auch meine Friseurin erkannte sofort den Unterschied und zeigte mir die Stellen, an denen sich der Nachwuchs erkenntlich machte…“

„…Hilft nicht allen. Aber vielen“, schreibt der Hersteller auf seiner Website. Nach drei Monaten Thiocyanat-Einreibung kann ich sagen: Ich bin nicht „viele“. Selbst wenn es wirken sollte, muss man sich fragen, ob die Therapie den Preis wert ist. Minoxidil und Thiocyanat kosten 20 Euro im Monat, umgerechnet 60 Cent am Tag.“

„…Auch der Titel „haare-zurück“ klingt leider nicht sehr seriös, denn Haare, die bei anlagebedingtem Haarausfall untergegangen sind, kann man nicht zurückbekommen. Es klingt auch nicht danach, dass hier klinische Studien im Sinne der Zulassung eines Medikamentes geplant sind, wie dies für Finasterid und Minoxidil erfolgt ist…“

„…Der Wirkstoff regt zwar die Durchblutung an. Da es sich dabei aber nicht um ein Arzneimittel handelt, darf es auch nicht die Grenze der Kopfhaut hinunter zu den Haarfollikeln überschreiten. Deshalb halte ich die Wirkung für eingeschränkt. Es ist aber dennoch denkbar, dass einige Formen von Haarausfall gestoppt werden können…“

„…Was denkt ihr – vielleicht kein Mittel, dass den Haarausfall stoppt, dafür aber die Neubildung der Haare anregt? Die Haare fühlen sich bei regelmäßiger Anwendung auch „dicker“ an… Aber ich hatte schon so lange keine richtige Frisur mehr, dass ich mir vielleicht auch kein neutrales Bild mehr machen kann…“

Bitte bewerten Sie

Getagged mit: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,