Studie: Spannungshaarausfall 4.33/5 (6)

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Neuere Untersuchungen zeigen auf, dass Haarausfall durch eine Verspannung der oberen Schädelmuskulatur hervorgerufen oder deutlich verstärkt werden kann.

Der sogenannte Spannungshaarausfall (Alopecia Contentionalis) ist eine Form des erblich bedingten Haarausfalls. Die Kopfhaut spannt sich stärker über den knöchernen Schädel, die feinen Blutgefäße unter ihr werden zusammengepresst. Eine Unterversorgung der Muskulatur mit Blut bewirkt, dass Nährstoffe und Sauerstoff  in den Haarfollikeln fehlen. Bei Messungen ergab sich teilweise eine lokale Sauerstoffreduktion um  40 %. Es liegt also ein erheblicher Sauerstoffmangel nicht nur im Gewebe sondern insbesondere an den darin eingebetteten Haarwurzeln vor.Wichtige zellbiologische  Prozesse können nicht  mehr ablaufen. Kommt eine Überempfindlichkeit gegen DHT hinzu, lagert sich dieses in den Bereichen mit höchster Spannung – und somit schlechtester Versorgung  – vermehrt an. Die Wachstumsphasen in den Haarwurzeln werden unterbrochen das Absterben der Haarwurzel droht.

Mit dem Erklärungsmodell des Spannungshaarausfalls lässt sich auch der typische Verlauf des erblichen Haarausfalls – Geheimratsecken, Stirn, Scheitel, Tonsur – erklären. Der typische Verlauf resultiert aus den unterschiedlichen Spannungsverhältnisse am Schädel, abhängig von Kopfhautdicke, Lage der Muskulatur und der Gestalt des Skelettschädels.

Der typische Spannungshaarausfall  beginnt an der Stirn, den Schläfen oder an der Tonsur. In diesen Kopfhautarealen ist die Kopfhautverspannung häufig deutlich erhöht. Etwas langsamer entwickelt sich der Haarausfall über das Schädeldach, dort

In einer amerikanischen Studie wurde nun auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass vom Haarausfall betroffene Regionen schwächer mit Sauerstoff versorgt waren als Stellen ohne Haarausfall.

Am Versuch nahmen achtzehn männliche Nichtraucher im Alter von 18 Jahren teil. Neun Männer hatten männlichen Haarausfall und neun hatten keine Problem mit Haarverlust. Gemessen wurde die Kopfhauttemperatur und die Sauerstoffversorgung. Bei der Kopftemperatur gab es im Vergleich keine statistisch signifikanten Abweichungen zwischen den Probanden mit und ohne Haarausfall. Die Blutzirkulation und damit die Versorgung der Kopfhaut mit Sauerstoff,  war jedoch bei den Untersuchungen in den vom Haarausfall nicht betroffenen Kopfhautregionen stets signifikant höher als in den vom Haarausfall betroffenen Regionen.

Quelle: Transkutane PO2 der Kopfhaut bei männlichem Haarausfall: ein neues Stück des Puzzles. Goldman BE, Fisher DM, Ringler SL., Abteilung für Plastische Chirurgie, Butterworth Hospital, Grand Rapids, Mich., USA.
abstrakt

 

Merke:

Von Spannungshaarausfall sind oft Menschen, die auch unter Spannungskopfschmerz leiden, stressbedingt mit den Zähnen knirschen, unter Ohrgeräuschen leiden und / oder häufig Nacken-Verspannungen haben.

Fazit:

Ein Mosaikstein für die Erklärung des Haarausfalls ist die Verspannung der Kopfmuskulatur. Wirkungsvolle Behandlungsmethoden, werden dieses Thema nicht außer Acht lassen können. Denn es scheint, dass Verspannungen in vielen Fällen für den Haarausfall zumindest mitverantwortlich sind. Abhilfe kann also nur die Relaxation der verspannten Muskulatur bringen, wodurch die normale Durchblutung der betroffenen Schädelregionen wieder hergestellt wird. Die Haarfollikel können von der Ruhephase wieder in die aktive Wachstumsphase übertreten.

So verwundert es nicht, dass gegen Spannungshaarausfall inzwischen eine Vielzahl von gezielten Entspannungstechniken der Kopfmuskulatur angeboten werden. Diese reichen von autogenem Training, über Gymnastik bis hin zu medikamentösen Therapien. Bei letztgenannten wird meist eine lokal wirkende Muskelrelaxans (bspw. Botox) gespritzt. Mittels einer hauchdünnen Kanüle wird der verspannte Muskelbereich unter der Kopfhaut direkt adressiert, das Mittel sammelt sich gezielt in den Synapsen zwischen Nerv und Muskel und entspannt die Muskeln. Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haarwurzel werden so wiederhergestellt. Die Erfolgsrate dieser Behandlungsmethode liegt bei über 80 Prozent, der Haarausfall wird meist nach circa sechs Wochen gestoppt. Bei den meisten der Patienten wachsen die Haare sogar dann nach, wenn sie schon vor längerer Zeit ausgefallen sind.

Leider sind die Behandlungen oft teuer…

 

Meinungen:

„…Direkt unter der Kopfhaut verlaufen, kranzförmig, rund um den oberen Schädelbereich, flache Muskelbänder. Durch Stress, Konzentration und die darauf folgende Anspannung dieser oberen Schädelmuskulatur wird die Kopfhaut über das knöcherne Schädeldach gespannt…“

„…Wie erwähnt bei mir war nach 2 Wochen ein Stop und nach ca. 6 Wochen habe ich schon winzige Haare am Kopf spriessen sehen. Nur deshalb bin ich dabei geblieben…“

„…Das verursacht in den betroffenen Arealen der Kopfhaut starke Durchblutungsstörungen. Die Haarwurzeln verhornen mit dem Hormon DHT. Die Haarfollikel schrumpfen…“

„…Die Haare fallen immer in den Arealen der Kopfhaut aus, in denen die stärkste Verspannung vorliegt bzw. die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Kopfhaut am stärksten gestört sind…“

„…Das Thema wurde schon vor Jahren im Männerforum ausgiebig diskutiert und es ist leider nun mal so, dass es keinerlei haltbare positive Ergebnisse gibt. Keine Studien, keine messbaren Erfolge. Es fehlen schlîchtweg auch positive Erfahrungsberichte…“

Auch wir haben einige gezielte Übungen zusammengestellt, mit denen Verspannungen wirkungsvoll abgebaut werden können:

Akupressur für die Haare (3 Haarschutz-Punkte)

Spannungshaarausfall bekämpfen I (3 Haarschutz-Punkte)

Gymnastikübung gegen Haarausfall – Sarvangasana/Kerze – (1 Haarschutz-Punkt)

Studie – Kopfhautmassage gegen den Haarausfall – (2 Haarschutz-Punkte)

Spannungshaarausfall bekämpfen II (3 Haarschutz-Punkte)

 

Bild: Für den Autor, siehe [CC-BY-4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons

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