Phytoöstrogene in der Nahrung gegen den Haarausfall 4.67/5 (6)

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Estrogen_receptor_beta_1U3S Phytoöstrogene – der effektive 5-Alpha-Reduktasehemmer

Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die eine strukturelle Ähnlichkeit mit Östrogen haben. Deshalb können sie im Körper auch vergleichbar wirken. Eine spezifische Wirkung der Phytoöstrogene, die vor allem in der Prävention des erblichen Haarausfalls zum Tragen kommt, ist ihre Fähigkeit, die 5-Alpha-Reduktase zu hemmen. Studien legen nah, dass die Bildung von DHT reduziert wird.
Sie haben teilweise verblüffende Wirkungen bei der Prävention von Zivilisationskrankheiten. Allgemein sollen Phytoöstrogene zur Vorsorge gegen Krebs, weiche Knochen, Schlaganfall und Hitzewallungen geeignet sein.
In der europäischen Nahrung kommen Pflanzenhormone nur in geringer Dosierung vor. In asiatischen Ländern wird die 10-30 fache Menge pro Tag aufgenommen.

 

Achtung:

Nach den Wechseljahren nimmt die Konzentration von Östrogen auch im weiblichen Körper ab. Haare sprießen dort, wo man sie nicht haben will, und die Kopfhaare werden dünner und weniger.

Merke:

Lignane und Isoflavone sind nach derzeitigem Wissensstand die Phytoöstrogene mit der größten Bedeutung für den menschlichen Stoffwechsel.

– Isoflavone finden sich verstärkt in der asiatischen Küche, vor allem in Soja, aber auch in Linsen, Erbsen, Kichererbsen und Rotklee.

Soja gegen den Haarausfall (2 Haarschutz-Punkte)

Rotklee gegen den Haarausfall (2 Haarschutz-Punkte)

 

– Lignane hingegen sind hierzulande öfter auf der Speisekarte zu finden. Leinsamen und Vollkornprodukte führen die Liste der Lignanträger an. Einen hohen Gehalt haben außerdem Hirse, Hülsenfrüchte, Knoblauch, Getreidekleie und Getreide.

Leinsamen Müsli gegen den Haarausfall (3 Haarschutz-Punkte)

Hirse gegen den Haarausfall (1 Haarschutz-Punkt)

Studie: Capsaicin und Isoflavone

Wer von der Wirkung der Phytoöstrogene profitieren will, sollte die Pflanzenstoffe in Form normaler Lebensmittel aufnehmen. Das ist preiswert und schützt vor Überdosierung. Die in der Nahrung vorkommenden Mengen sind  harmlos. Das Gerücht, dass sie beim Mann zu einer schleichenden Verweiblichung führen ist natürlich Unsinn.

Anti-Aging:

Phytohormone gelten als starke Waffen der Anti-Aging-Medizin. Verjüngende Phytoöstrogene stecken auch in Salbei, Rotklee, Traubensilberkerze, Granatäpfeln, Rhabarber, Datteln, Hafer, Möhren, Kürbis, schwarzen Bohnen und in Kirchererbsen.

Fazit:

Phytoöstrogene sind gesund und sollten regelmäßig über eine ausgewogene Nahrung konsumiert werden. Der Wirkungsgrad ist etwa 100-10000x schwächer als der von Östrogen. Von phytoöstrogenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln ist eher abzuraten.

Bild: von Fvasconcellos 17:52, 18 November 2007 (UTC) (From MMDB 34083 (PDB 1U3S).) [Public domain], via Wikimedia Commons

 

Meinungen:

„…Auch mit pflanzlichen Phytoöstrogenen kann man dem androgenetischen Haarausfall entgegenwirken …“

„… Es gibt zahlreiche Pflanzen, die Wirkstoffe enthalten, die das weibliche Hormonsystem und somit das Haarwachstum positiv beeinflussen…“

„…Bei der wissenschaftlichen Bewertung der so genannten Phytoöstrogene sind die Meinungen geteilt. Soja und andere phytoöstrogenhaltige Präparationen können im Rahmen einer gesunden Lebensführung sinnvoll und unterstützend sein, können aber nicht als Therapie angesehen oder eingesetzt werden. Produkte, die auf Isoflavone standardisiert sind, wie Soja-, Rotklee- oder Kombinationspräparate, sind immer nur Nahrungsergänzungsmittel, jedoch keine zugelassenen Arzneimittel. Ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ist nicht eindeutig belegt…“

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