Mit Tregs gegen den Haarausfall Noch nicht bewertet.

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Forschern der University of California ist es gelungen, bestimmte Zellen im Körper für die Glatze verantwortlich zu machen. Sie zeigten anhand von Mäuse-Experimenten, welche Rolle Tregs für das Haarwachstum spielen. Dazu entfernten die Forscher Tregs aus der Haut der Mäuse, rasierten die Haare der Nager und machten eine für sie überraschende Entdeckung – die rasierten Stellen wuchsen nicht mehr nach. Die Wissenschaftler forschten weiter. Sie haben damit einen neuen Therapieansatz eröffnet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Cell“.

Tregs sind regulatorischen T-Zellen – eine Art von Immunzellen – die eher für ihre Bekämpfung von Entzündungen im menschlichen Körper bekannt sind. Befindet sich ein Haarfollikel in der Wachstumsphase, ist die Anzahl der aktiven Tregs um das Dreifache erhöht. Dazu kommunizieren die Stammzellen mit den Immunzellen über ein gemeinsames Kommunikationssystem, den sogenannten Notch-Signalweg. Sie versetzen andere Immunzellen in Abwehrhaltung oder Entspannung. Im Mausmodell fanden die Forscher heraus, dass die regulatorischen Zellen das Haarwachstum anregen, indem sie Stammzellen aktivieren, die der Regeneration von Haarfollikeln dienen. Besteht jedoch ein Defekt und sind die Tregs in ihrer Funktion gestört, können diese Ausfälle Auslöser für Autoimmunerkrankungen oder für Allergien gegen harmlose Substanzen sein. Die regulatorischen T-Zellen sitzen zum Großteil in den Lymphknoten. Ein Teil befindet sich jedoch auch in Geweben, wo sie Entzündungen hemmen oder metabolische Effekte ausüben. Laut Studie besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Mangel an Tregs und der Entstehung von Alopecia Areata sowie der klassischen Glatzenbildung. Können die Haarfollikel am oberen Ende der Haarwurzel nicht regenerieren, da die Aktivierung von Stammzellen ausbleibt, entsteht ein Kahlkopf. Die Entdeckung geht noch weiter. Die gleichen Stammzellen spielen auch bei der Wundheilung eine wichtige Rolle. Somit könnten die Tregs auch bei der Reparatur der Haut eine Schlüsselrolle spielen.

Merke: An der Regeneration der Haarwurzeln sind die Tregs mit beteiligt. Fehlen die regulatorischen T-Zellen, so gibt es auch kein Haarwachstum. Ein Mangel an diesen Immunzellen führt damit zwangsweise zur Alopezie.

Ergo: Menschen, denen sogenannte regulatorische Tregs in der Haut fehlen, verlieren schneller Haare!! Jetzt gilt es herauszufinden, wie man fehlende Tregs ersetzen könnte, um krankhaften Haarausfall zu stoppen oder gar rückgängig zu machen. Da die Wissenschaftler die Mechanismen zur Regeneration von Haaren nun verstanden haben, ist der erste Schritt in Richtung erfolgreicher Therapie gemacht. Als nächstes gilt es herauszufinden, wie die bei Haarausfall und Glatze fehlenden Tregs an die richtige Stelle „gelotst“ werden können, um wieder neue Haare wachsen zu lassen. Die Therapie mit Stammzellen bei Haarausfall und Glatze rückt in greifbare Nähe.

Siehe auch:

Neue Methode gegen Haarausfall – aus Korea

Bild: By User:Patho (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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