Minoxidil gegen den Haarausfall (4 Haarschutz-Punkte) 4/5 (1)

Ihr Werbeplatz! >>Infos hier Anfordern.

Zu Beginn der 70er Jahre kam ein Wirkstoff zur Behandlung von Bluthochdruck auf den Markt. Er ist heute noch als Reservemedikament für diese Anwendung zugelassen. Frauen klagten bald über eine Nebenwirkung: Haare wuchsen plötzlich am gesamten Körper. Das machten sich sofort die Hersteller zunutze. Sie produzierten Lösungen und Schäume, die auf den Kopf aufgetragen werden und nur dort wirken.

Dieses Minoxidil wurde für den Einsatz au der Kopfhaut (topisch) entwickelt, es gibt eine 2% und eine 5% Lösung, die von verschiedenen Herstellern angeboten wird. Obwohl man den Stoff bereits mehr asl 20 Jahre kennt, haben die Wissenschaftler nur eine begrenzte Verständnis davon, wie Minoxidil das Haarwachstum anregt. Die häufigste These ist, dass es die Blutgefäße rund um die Haarfollikel erweitert. Die so erhöhte Nährstoffzufuhr bewirkt eine Förderung des Haarwachstums. In neueren Studien wurde festgestellt, dass die Therapie  nicht nur die Haardichte und Haardicke im Tonsurbereich signifikant verbessert, sondern auch in den Geheimratsecken, also dort wo der Haarverlust bei Männern in der Regel zuerst sichtbar wird.

Männer können sich eine fünfprozentige Lösung oder Schaum zweimal täglich in das lichter werdende Haar reiben. Wenn man früh genug damit anfängt, lässt sich der Haarausfall sogar stoppen – bestätigen Dermatologen. Oft sind sogar Verbesserungen zu beobachten. Ein Wunder, das legen Studien nahe, sollte man aber nicht erwarten. Oft verdickt und vergrößert sich vorhandener Flaum. Es vergehen Monate, bis das sichtbar wird. Die Tagesdosis des rezeptfreien Mittels kostet rund einen Euro.

Nebenwirkungen können sein: Haarwuchs an unerwünschten Stellen, Kopfhaut-Reizungen oder sogar eine Allergie.

Fazit:

Minoxidil ist erwiesenermaßen wirksam gegen erblich bedingten Haarausfall. Allein betrachtet ist seine Wirkung aber nicht zufriedenstellend. Der Wirkstoff ist in einer Reihe von Präparaten enthalten. Jedes Präparat kann genommen werden.  Man hat zudem die Auswahl zwischen klassischem Haarwasser, Spray und Schaum. Unseres Erachtens lassen sich die Tropfen am besten dosieren.

Bei Männern im Alter von 18–49 Jahren kann Minoxidil häufig den Verlauf der anlagebedingten Glatzenbildung für Kopfhautflächen von einem Durchmesser von 3–10 cm stabilisieren.Laut Hersteller wird der Haarausfall bei 70–80 % der Fälle aufgehalten. Bei bis zu 30 % stellt sich Haarneuwuchs ein. Es wird allerdings bei weniger als 10 % ein wirklich befriedigendes Ergebnis erzielt…Auch bei Frauen wirkt Minoxidil, sie verwenden jedoch in der Regel die 2% Lösung. Bei Nutzung der stärkeren Version kam es öfter vor, dass sich Behaarung an unerwünschten Stellen im Kopfbereich einstellte.

Gute Ergebnisse erzielt man mit Minoxidil-Präparaten unseres Erachtens erst, wenn man die Behandlung mit anderen Mitteln/Methoden flankiert.

Anwendung:

auf die trockene oder handtuchtrockene Kopfhaut geben.

  • Um eine maximale Wirkung zu erzielen, sollte die Lösung vor erneutem Waschen einige Stunden auf der Kopfhaut bleiben.
  • Die Lösung sollte auf der Kopfhaut lufttrocknen. Man vermeide also direktes Föhnen oder sonstiges Styling nach der Anwendung.
  • Einige Zeit nach dem Auftragen in den Problemzonen empfiehlt sich das „Nachspülen“ mit einem Haarwasser oder das Verwenden eines Haaröls und die nochmalige – großflächige – Kopfhautmassage.

 

Außerdem: Man sollte die Präparate immer nur in kleinen Mengen verwenden. Denn es ist zu bedenken, dass bei Anwendung zu großer Mengen unerwünschte Effekte möglich sind. Darüber muss sich die Kopfhaut nicht „nass“ anfühlen. Die Lösung verteilt sich an der Kopfhaut so fein, dass man  größere Flächen erreicht werden als vermutet. Es reicht, wenn die betroffenen Stellen und die Kopfhaut drumherum einmal täglich benetzt werden. es ist kaum verständlich, weshalb die Kopfhaut mehrmals täglich „ertränkt“ werden soll. Sofern man die 5% Lösung verwendet, reichen 0,5 ml auf der behandelten Stelle vollkommen aus. Sparsamkeit bei der Dosierung schont auch den Geldbeutel!

4 Haarschutz-Punkte – von mindestens 10 pro Tag :-)

 Meinungen:

„…und nach dem – leider nicht ausgebliebenen – Shedding hat sich der HA nach gut zweieinhalb Monaten einigermaßen beruhigt…“

„…Durchschnittlich wurde Minoxidil mit 3.39 von 5 bewertet….“

„…Beginnt man die Behandlung rechtzeitig, kann Minoxidil bei Haarausfall etwas bringen. Ob und wie stark das Mittel allerdings wirkt, weiß man erst nach einigen Monaten…“

Bitte bewerten Sie

Getagged mit: , , ,
2 Kommentare zu “Minoxidil gegen den Haarausfall (4 Haarschutz-Punkte)
  1. Peter sagt:

    Vielen Dank für Ihre sehr interessanten und hilfreichen Beiträge. Ich habe schon oft überlegt, mit Minoxidil anzufangen, aber ich habe von vielen Leuten gelesen, daß nur in den ersten 2 Jahren ein guter Erfolg zu verzeichnen ist und danach die Wirkung stark nachlässt. Wenn man dann die Behandlung beendet, fallen die Haare stärker aus als je zuvor. Sie schreiben, daß Minoxidil allein in seiner Wirkung nicht zufrieden stellend ist und gute Ergebnisse erst erzielt werden, wenn man zusätzlich noch andere Mittel einsetzt. Haben Sie auch die Erfahrung gemacht, daß eine Behandlung nur mit Minoxidil zum Beispiel an den Geheimratsecken auf längere Zeit betrachtet nicht viel bringen würde?

  2. Chefredakteur sagt:

    Guten Morgen Peter!
    Vielen Dank für die nette Nachricht.
    Wir halten ebenfalls die Wirkung von Minoxidil – allein – für nicht ausreichend. Man kann es sicherlich im Kampf gegen den Haarausfall einsetzen. Wenn man es dabei belässt, wird aber rasch Ernüchterung eintreten.
    Unser Vorschlag ist es deshalb immer mehrer, Dinge miteinader zu kombinieren. Wenn Du beispielsweise den Verzehr von phytoöstrogenreicher Nahrung mit Minzöl – welches Du auf die Geheimratsecken gibst – und der Verwendung eines Haarwassers kombinierst, wirst Du stärkere Erfolge haben. Ich habe mit Minoxidil begonnen und festgestellt, dass andere Dinge einfach stärker wirken. Heute verwende ich Soja, Minzöl, Kürbiskernöl und Brennnesselhaarwasser regelmäßig und habe den Haarausfall gestoppt.

    Viele Grüße
    vom Chefredaktuer Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*